Eine Genossenschaft ist mehr als nur eine billige Wohnung.

Wer möchte nicht gerne billig wohnen. Eine billige Wohnung oder zumindest günstige Wohngelegenheit ist heutzutage ein Glücksfall. Eine Genossenschaftswohnung gilt im Allgemeinen als günstige Wohnung. Nun ist aber eine Wohngenossenschaft keine Immobilien-Verwaltungsfirma, sondern eine Selbsthilfeorganisation.

Das bedeutet, dass Personen ihre Kräfte und finanzielle Mittel zusammenlegen, um sich ein menschenwürdiges und günstiges Wohnen zu ermöglichen. In der Gründungsphase forderte dies neben dem finanziellen Engagements, ein gutes Mass an Kraft, Energie und Zeit. Später zustossende Genossenschafterinnen und Genossenschafter profitieren bis heute von diesen Errungenschaften, sie beteiligen sich in Form unverzinslicher Anteilscheine.

Soll die Genossenschaft weiter existieren können, benötigt sie aber auch in Zukunft den Einsatz der Genossenschafterinnen und Genossenschafter durch:

  • Aktive Mitgestaltung des genossenschaftlichen Lebens
  • Übernahme eines Amtes im Vorstand und in der Verwaltung
  • Mithilfe bei der zukünftigen Gestaltung der Genossenschaft und der Liegenschaften

Die Interessen der Genossenschaft:

Der Wunsch einer Bewerberin/eines Bewerbers nach einer günstigen Wohnung ist, besonders in der heutigen Zeit verständlich. Das zeigt auch die grosse Anzahl der Anmeldungen.

Die Genossenschaft hat aber auch ihre Ansprüche an zukünftige Mitglieder:

  • Kein von Profit und Eigeninteresse geprägtes Denken und Handeln 
  • Einhalten von Statuten, Mietvertragsbestimmungen und Reglementen (z.B. Hausordnung usw.)
  • Sorgsamer Umgang und Nutzung von gemieteten Objekten, deren Einrichtungen und Liegenschaften im Allgemeinen
  • Rücksicht und Toleranz

Es bedarf also einem bewussten Entscheid sich in einer Wohngenossenschaft um eine Wohnung und Mitgliedschaft zu bewerben und damit gleichzeitig Pflichten und Rechte zu akzeptieren und anzuwenden, um die günstig kalkulierten Kostenstrukturen (Mietzinse, Verwaltungskosten usw.) zu bewahren und Rechtsstreitigkeiten und Nachbarschaftsproblemen zu vermeiden.

Wir suchen also Leute, welche sich in unsere Gemeinschaft einordnen können, welche bereit sind zu gegebener Zeit und in angemessener Zeitspanne ein Amt auszuüben, auch wenn dies Zeit und Verantwortung kostet.

Mitglieder welche bereit sind, die von den PionierInnen geschaffene Wohngenossenschaft zu übernehmen und durch ihr verantwortungsvolles Denken und Handelnn deren Weiterbestand sicherzustellen.

Die Zahl der Wohnungswechsel pro Jahr ist schwankend. Nach Möglichkeit bevorzugen wir Familienangehörige unserer Genossenschaft, da diesen dass genossenschaftlich Leben schon anvertraut ist. Familien mit Kindern sowie Alleinerziehenden Eltern geben wir den Vorrang bei der Berücksichtigung der grösseren Wohnungen. Aber auch Einzelpersonen finden Berücksichtigung.

Deshalb erfolgt die Zuteilung einer Wohnung nach den obigen Kriterien und erst in zweiter Linie nach Reihenfolge der Bewerbung. Aufgrund der wenigen 2,4 & 5 Zimmerwohnungen sind die Chancen für Externe äusserst gering.

Wird jemand innert Jahresfrist nicht berücksichtigt oder wird ein Wohnungsangebot abgelehnt, erlischt die Bewerbung ohne schriftliche Verlängerung automatisch.

Sofern Sie weiterhin auf der Warteliste bleiben wollen, müssen sich die Interessenten selbstständig jedes Jahr neu melden. Durch die Aufnahme auf die Warteliste ergibt sich kein Anspruch auf eine Wohnungsvergabe.